Die AfD-Kreistagsfraktion Gifhorn fordert eine gleichberechtigte Berücksichtigung christlicher Feiertage im schulischen Alltag. In einem Antrag für den nächsten Verwaltungsausschuss und Kreistag verlangt die Fraktion, die bestehende mehrsprachige Handreichung zum Ramadan um Hinweise zu weiteren religiösen Fastenzeiten und Festen – insbesondere Ostern – zu ergänzen.
Die vorhandene Broschüre „Ramadan und Schule – 11 Punkte zum Ramadan in 10 Sprachen“ bietet bereits Orientierung für Schulen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler. Nach Auffassung der AfD-Fraktion muss Gleichbehandlung jedoch für alle religiösen Traditionen gelten.
Der Antrag sieht vor, insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- christliche Fastenzeit
- Karfreitag als stiller Feiertag
- Osterfest
- orthodoxe Osterfeiertage
- weitere religiöse Traditionen im schulischen Zusammenleben
Stefan Marzischewski, Mitglied des Niedersächsischen Landtages (MdL) und Fraktionsvorsitzender der AfD-Kreistagsfraktion Gifhorn, erklärt:
„Gleichbehandlung bedeutet, alle Religionen gleichermaßen zu berücksichtigen. Wenn der Landkreis Informationen zum Ramadan bereitstellt, darf das Christentum nicht außen vor bleiben. Ostern ist eines der wichtigsten Feste unseres Landes und Teil unserer kulturellen Identität.“
Marzischewski betont weiter:
„Deutschland ist historisch christlich geprägt. Es ist daher nur folgerichtig, dass auch christliche Fastenzeiten und Feiertage in Orientierungshilfen für Schulen berücksichtigt werden. Respekt vor religiöser Vielfalt darf keine Einbahnstraße sein.“
Nach Auffassung der AfD-Fraktion kann eine erweiterte Handreichung dazu beitragen, Missverständnisse im schulischen Alltag zu vermeiden, Transparenz zu schaffen und einen respektvollen Umgang mit religiösen Traditionen zu fördern.
Der Antrag wird im April 2026 in den zuständigen Gremien beraten.
