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ÖPNV Fahrgastaufkommen

Anfrage

  1. Auf welche Weise ermittelt die VLG Linien-, Tages- und Zeitaktuell die Auslastung auf ihren Linien im ÖPNV?
  2. Welche Maßnahmen zur Koordinierung und Abstimmung von ggf. Doppelungen im Angebot zwischen Straße und Schiene erfolgen?
  3. Welche Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz unternimmt die VLG?

Antwort

  1. Die Auslastung wird über verschiedene Methoden überprüft. Stark ausgelastete Linien, wie z.B. die Regiobuslinien, werden 4 mal pro Jahr mit allen Fahrten erhoben. Die Zählung der an den Haltestellen ein- und aussteigenden Fahrgäste erfolgt durch Fahrpersonale. Kleinere Ungenauigkeiten sind hierbei nicht auszuschließen.

    Unabhängig hiervon werden Schwerpunktzählungen bestimmter Fahrten durchgeführt, insbesondere dann, wenn Überbesetzungen gemeldet werden oder wenn eine äußerst schwache Auslastung vermutet wird.

    Zu den Spitzenzeiten werden Zählungen an Knotenpunkthaltestellen durch manuelles Personal durchgeführt zur Ermittlung der Auslastung.

    Die VLG wird über die Beschaffung automatischer Fahrgastzählgeräte in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates beraten. Eine Vorlage dazu ist bereits erstellt.

  2. Das Schienenverkehrsmittel führt die Grob-, der Bus die Feinerschließung durch. Da der Bus zwischen Gifhorn und Braunschweig ein Mehrfaches an Halten aufweist gegenüber der Schiene, die einige Ortschaften gar nicht bedient (z.B. Ausbüttel, Abbesbüttel, Bechtsbüttel), wird der Verkehr auf diesem Abschnitt nicht als Parallelverkehr angesehen.

    An Knotenpunkten erfolgt eine Anschlussabstimmung, soweit das im Einklang mit Anschlüssen an weiteren Haltestellen und weiteren Rahmenbedingungen (2. B. Schulanfangs-/endzeiten ) möglich ist.

    An Sonntagen sind die Anschlüsse am Bahnhof Meine zwischen Bahn und Bus bereits heute abgestimmt:

    • Ankunft des Busses aus Richtung Wenden zur Min 16, Abfahrt der Bahn Ri GF zur Min 22.
    • Abfahrt der Bahn aus Richtung GF zur Min 34, Abfahrt des Busses in Richtung Wenden zur Min 38.

    Da im Sinne einer optimalen Wagenumlaufgestaltung an Sonntagen mehrere Linien miteinander verknüpft und vom gleichen Fahrzeug in Folge gefahren werden, würde eine Reduzierung der Fahrten auf den Abschnitt Meine – BS Wenden nicht zu Einsparungen, sondern zu zusätzlichen Leerfahrten der Busse führen.

  3. Im Gegensatz zu vielen kommunalen Unternehmen betreibt die VLG den Verkehr heute eigenwirtschaftlich ohne Zuschüsse. Aufgrund dieser Struktur und des minimalen Verwaltungsanteils zählt die VLG bereits heute zu den kommunalen Verkehrsunternehmen mit dem niedrigsten km-Preis und somit der besten Effizienz.

    Unabhängig hiervon werden regelmäßig Potentiale zur weiteren Verbesserung der Wirtschaftlichkeit gehoben, z.B. durch den Einsatz flexibler Systeme, die nur bei Bedarf fahren im Falle schwacher Nachfrage oder durch den Einsatz kleiner Fahrzeuge mit 8- oder 16 Sitzplätzen. Im Sinne der gewünschten Daseinsvorsorge bleibt es jedoch nicht aus, dass zu den Schwachlastzeiten am Abend oder an Sonntagen auch Fahrten mit geringer Nachfrage durchgeführt werden müssen.

Ich bitte um Kenntnisnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Heilmann

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